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Japanische Kriegskunst aus dem Erbe der Ninja und Samurai
Neben ihren raffinierten Waffen und heimtückischen Taktiken war es vor allem ihre außerordentliche Körperbeherrschung, die sie zu gefürchteten Gegnern machten. Sie wahren die Geheim-Kämpfer (Undercover-Agenten) des alten Japans und beherrschten alle Kampftechniken und setzten sie auch mit großem Erfolg ein.
Für jeden Militärhistoriker sind die Ninja eines der faszinierendsten Mysterien der japanischen Samurai-Kriegführung. Das Wort „Ninja“ oder „Shinobi“ taucht im historischen Schilderungen immer wieder in Verbindung mit dem Zusammentragen von Geheiminformationen auf. Und gerade deshalb gibt es im Gegensatz zu den Samurai wenige Aufzeichnungen.
Die Methoden der Ninja waren ein unvermeidlicher Teil der Samurai-Kriegführung, und kein Samurai konnte die heimliche Bedrohung ignorieren, die sie insgesamt darstellten und die sie speziell für seine sorgfältig ausgearbeiteten Pläne bedeuten konnten. In der Folge wurden Ninja sowohl eingesetzt als auch gefürchtet.
DIE NINJA UND DIE KUNST NIEMALS AUFZUGEBEN: Eine Lebenseinstellung und geistiger Weg
Während ein Samurai wegen verletzter Ehre den rituellen Selbstmord, den Seppuku (auch Harakiri genannt) begehen konnte, war ein Ninja an die Naturgesetze gebunden wobei er das Überleben und das Niemals-Aufgeben auf effizienteste Art und Weise angestrebt hat.
Anfänglich konnten sich auch Bürger der niedrigeren Schichten als Kämpfer einen Namen machen und Samurai werden. Sie waren in Schwertkampf, Bogenschießen und dem waffenlosen Kampf (Samuraijutsu) unterrichtet. Als ausgebildete Krieger legten sie meist auch ihren Kindernamen ab und trugen den traditionellen Haarschnitt der Samurai.
Später im 16. Jahrhundert wurde der Samurai-Status als vererblich deklariert und es war ab sofort Nicht-Samurai verboten Waffen zu tragen. In der Edo-Periode waren deshalb vor allem Höflinge, Bürokraten und Administratoren Samurai, die das Recht hatten jeden Bürger mit ihrem Katana zu töten, der ihnen nicht den gebührenden Respekt zollte oder sie auch nur falsch ansah. Diese Samurai waren jedoch meist keine meisterlichen Kämpfer mehr und trugen ihr Schwertpaar nur noch als Ausdruck ihrer gesellschaftlichen Stellung. Adlige Samurai gingen später häufig noch der Musik, Dichtkunst und Kalligraphie nach.
Als legitimer nachfolger neun Kriegskunsttraditionen, fasste Großmeister Dr. Masaaki Hatsumi diese in ein umfassendes System zusammen und schuf mit dem Bujinkan Dojo ein weltweit anerkanntes Kampfkunstsystem, das heute mehr als 2000 Lehrer (jap. Shidoshi) in über 40 Ländern zählt
Die Bujinkan Tradition führt seine Philosophie grundsätzlich auf die Ninja und seine Techniken auf die alten Kampftechniken der Ninja und Samurai zurück. Bujinkan ist heute die bekannteste Kampfkunstschule der Ninja und Samurai Traditionen.
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